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Die Main-Post schreibt:
(13.5.15)

Kabarettist und Puppenspieler Josef Pretterer war mit seinem Stück "Herzversagen" im Hammelburger Bocksbeutelkeller.

Das scheinbare "Ende" bereits am Anfang: Mondgesichtig und mit spitzen Zähnen, so tritt die Todesangst in Erscheinung. Die von ihrer pausenlosen Arbeit und durch den Druck ihres Chefs ermüdete Todesangst klagt dem Hammelburger Publikum ihr Leid: Zu viele terroristische Anschläge, zu viel Chaos auf der Autobahn, sie kommt ihrer Arbeit kaum hinterher und träumt von einer neuen Karriere als Lebensberaterin auf einer Beautyfarm. Und dann teilt der Chef in diesem Moment noch mit, dass das tägliche Soll heute noch nicht erfüllt sei.

 

Die Main-Post schreibt:
(19.4.15)

HG Butzko gastierte im Hammelburger Wasserhaus und hatte das Publikum sofort auf seiner Seite. Kein Politiker ist vor ihm und seiner scharfen Zunge sowie seinem hintergründigen Humor sicher.

Kulturbunt lud ein und Günther Butzko kam. Bereits zum vierten Mal in Hammelburg gab der Kabarettist aus Gelsenkirchen entwaffnende Einblicke in die Hintergründe von Gesellschaft und Politik. Am Freitagabend war die Kapazität des Wasserhauses erwartungsgemäß bis zum letzten Sitzplatz ausgebucht.

Nein, Butzko bietet kein Nouvelle-Couisine-Kabarett für erlesene Kleinkunst-Gourmets, sondern bodenständig derbe Kost für die Kumpels aus dem Ruhrgebiet. Mit seinem zweistündigen Soloprogramm "Super Vision" beleuchtet er auf höchst anschauliche und entlarvende Weise die weltweite Großwetterpolitik, um schließlich die Kurve zum kumpelhaften Thekengespräch anzusteuern. Eine Kunst des gedanklichen Drahtseilaktes, für die der "Hirnschrittmacher" Butzko im vergangenen Jahr den Deutschen Kleinkunstpreis 2014 erhielt.

 

Die Main-Post schreibt:
(18.6.15)

Sabine Domogala "therapiert" mit halben Igeln und Reichtums-Kerzen beim kulturbunt und gibt unkonventionelle Tipps zur Begradigung emotionaler und psychischer Schieflagen.

In der Hammelburger Markthalle sitzen erwartungsvoll: Kabarettliebhaber und tapfere Bürger, die von der Bonner Kabarettistin Sabine Domogala an einem heißen Sommerabend erfahren wollen, wie man die eigenen "Schwächen umarmen" kann.

(…)

Domogalas Therapieansätze unterscheiden sich, so viel ist von Anfang an klar: Therapeutisches Fachvokabular, überhöht und überspitzt, Darstellungen, voller Inbrunst vorgetragen: Sabine Domogala begeistert.

 

Osthessen News schreibt:
(21.9.15)

caf-del-mundoCafé del Mundo und die Fledermaus - Zauberer auf den Flamencogitarren

Schon vor vielen hundert Jahren erklangen auf der Trimburg wohl die Laute und der Minnesang, der seine Wurzeln auch in der spanisch-arabischen Liebeslyrik des „Al Andalus“ hatte. Was aber Café del Mundo – das sind die beiden Ausnahmegitarristen Jan Pascal und Alexander Kilian – am vergangenen Freitagabend dort auf ihren Flamencogitarren zauberten, wurde in den Mauern der Trimburg noch nicht gehört und von kaum einem der begeisterten Zuhörer im bis auf den letzten Platz besetzten Burginnenhof bisher so erlebt.

„Arabian Nights“ war aber nur eines der Musikstücke, die sich wie musikalische Perlen aneinanderreihten. Schon „Viajeros“ zu Beginn ließ das Publikum erahnen, dass es einen außergewöhnlichen Flamenco, den Flamenco nuevo erleben wird. War „Vajeros“ noch mehr von traditionellen Elementen geprägt, so zeigten die meisten der folgenden Stücke ausgeprägte Jazzelemente. Ausgangspunkt ist allerdings immer einer der typischen Flamencostile, der Palos. Natürlich brillierte dort wie auch beim folgenden „Fine Day“ das Duo mit den zahlreichen Spieltechniken der Flamencogitarre, zum Beispiel mit voluminösen Arpeggios.

Die MainPost schreibt:
(15.3.15)

Beim Auftritt von Ralph Turnheim darf Stoffaffe Cheetah nicht fehlen.Foto: Gerd Schaar Ralph Turnheim kommentiert "Tarzan of the Apes" aus dem Jahr 1918 mit seiner Lyrik. Er gibt dem Streifen damit eine ganz eigene Bedeutung. 

Statt eines leisen Beamers knattert ein alter Filmprojektor in der Turnhalle der Kinderkiste. Stofftiere umrahmen die Szenerie. Kann man heutzutage noch einen mehr als einstündigen Stummfilm auf die Zuschauer loslassen? In diesem Fall schon.

Denn für Ralph Turnheim ist der Stummfilm nur Transportmittel für seine pfiffige Live-Synchronisation. Der gelernte Schauspieler aus Wiener, der mittlerweile in Wiesbaden wohnt, bietet Gereimtes aus eigener Feder.

Das Timing seiner Kommentare passt zur Handlung auf der Leinwand. Sie machen die Unterschiede zum Zeitgeist von 1918 bewusst. Dadurch bekommt der Tarzan-Film ein völlig neues Leben eingehaucht…

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