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"Grün" - ein Abend für eine Farbe

Main-Post vom 10.6.08:

Sogar der Papagei machte beim Kabarett mit
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Kulturbunt präsentierte zwei tolle Künstler

(chw) Grün ist die Farbe mit den meisten Abstufungen und Mischtönen, und die Farbe Grün ist genauso vielfältig im Bereich der Kunst vorhanden. Ein Abend rund um die Farbe Grün entwickelte sich im Gewächshaus Schlereth zu einem außerordentlichen Vergnügen.

Jo van Nelson, Sänger, Rezitator, Entertainer und Dichter, und der Pianist Thorsten Larbig verzauberten den prosaischen Ausstellungsraum mit ihrem Bühnenauftritt. So dass sogar der hauseigene Papagei mit in die Kommunikation einstieg und an passender Stelle Widerworte gab und auf die Flirts von Nelsons antwortete.

Im grünen Paradies wogt und wuchert neben zarter Lyrik und gefühlvoller Literatur auch der Kitsch: Ludwig Ganghofer schickt seine „eichenharten“ Sehnsüchte durch hehre Landschaften, geknickte Blümchen schmachten nach Rettung, gehandicapte Frauen morden mit Erbsenbrei, Forstmänner missbrauchen zarte Rehlein – währenddessen essen die Frankfurter „grie Soß“, grüne Politiker missionieren in Zelten, das grüne Band der Sympathie schlängelt sich durchs Werbefernsehen – Grün ist die Hoffnung.

Erotik der Pflanzennamen

All die Vielfalt des grünen Lebens untermalten die beiden Künstler mit vorzüglichen Interpretationen von Musik aus den grüngoldenen zwanziger Jahren, aus der Epoche der Rockmusik und mit innovativer Slam-Poetry. Vielleicht bereichert die Erotik der Pflanzennamen künftig in Hammelburg so manches Liebesleben.

Dass zur Farbe grün auch helllichtes Gelächter gehört, zeigte sich bei der Elvis-Parodie „green green grass of home“, bei der eine Gurke dran glauben musste. Bis zur letzten Minute saßen Stimmen und Gesten der beiden Künstler perfekt. Kulturbunt hatte mit der Künstlerauswahl erneut größtes Geschick bewiesen.



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