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Naschmarkt auf dem Viehmarkt

HAMMELBURG (Winfried Ehling / Mainpost, 28.05.2017)

Der erste NASCHmART in Hammelburg war ein voller Erfolg. Eine Wiederholung ist nicht ausgeschlossen. Zudem wird der Platz vielleicht bald bewirtschaftet.

"Ein Bierchen in Ehren kann niemand verwehren", meinte die junge Besucherin , die das Craft-Bier beim ersten NASCHmART in Hammelburg verkostete, den der Verein "kulturbunt" organisiert hatte.

Überaus regen Zuspruchs erfreute sich die Saalestadt, die ihren ersten NASCHmART zelebrierte und damit den Viehmarkt wieder einmal belebte. Der Verein "kulturbunt" zeichnete für die Veranstaltung verantwortlich, der damit den Optimismus auf weitere Events auf dem meist unterprivilegierten Platz aufrecht hielt. Kunst (ART) und lukullische Genüsse zum Verkosten (NASCH) flossen hier zusammen. Denn das Angebot mutete nicht nur appetitlich sondern manchmal auch regelrecht künstlerisch an.

Wer konnte widerstehen bei den verführerischen Kuchen, Torten und Backwaren der kulturbunt-Damen, beim spritzigen Quitten-Secco aus Astheim, bei italienischen Häppchen vom Tee- und Feinkostladen "Sasch" oder den selbst hergestellten Marmeladen und Bränden aus Fellas Bauernladen?

"Der Wiener Naschmarkt war unser Vorbild - natürlich nicht in dieser Größe", informiert Heide Gerlach-Hirt, die Sprecherin von kulturbunt, die mit ihren Helferinnen 17 Naschmarkt-Beschicker für die Idee gewinnen konnte. "Auch die Stadt unterstützte uns mit Stromverteilern und Wasser", fügt sie hinzu. "Wir haben in Frage kommende Markthändler in der Stadt, den Stadtteilen und der Region angeschrieben und das kam dabei heraus. Vielleicht ist der Markt ein Anstoß für weitere Veranstaltungen auf dem Viehmarkt. Aber wir sind auch bereit eine Wiederholung aufzulegen", erklären Gerlach-Hirt und ihre Stellvertreterin Andrea Mohr unisono.

Bier aus Eigenproduktion "Befrei dich - trink Craft", war auf einem Plakat für amerikanisches Bier zu lesen. David Renninger bewarb damit seine Eigenprodukte, mehrere Biersorten, die er selbst in seiner "Libertus"-Brauerei herstellt. Der Amerikaner mit deutschen Vorfahren ist der Schwiegersohn des Gastwirt-Ehepaars Wüscher vom "Goldenen Kreuz" in Untererthal. Er will den Deutschen seine Produkte schmackhaft machen. Bis Ende Juni will der Brauer seine Biere auf Flaschen aufziehen.

Zwischen der Kräuterfrau und dem Weinstand des Förderkreises Heimatmuseum und Denkmalpflege findet sich ein Eckchen in dem Maria Rinecker Brotschnittchen mit vegetarischem oder veganem Aufstrich bestreicht. Hans und Elli aus München, die für einige Tage in Ochsenthal logieren, probieren neugierig die unbekannten Speisen aus altem Rezept mit Gelbes Linschen, Aumer Erbschen, Scharfer Käs und Grumbirns Käs. "Das ist gar nicht schlecht", meinen sie. "Mal was anderes als Leberkäs oder Weißwürste. Kartoffelkäse habe ich noch nicht gegessen. Vielleicht probier ich das Rezept mal selbst aus", sagt die Gattin.

Für Kinder war der Nasch-Markt ein Eldorado. Nicht nur Süßes gab es, sondern auch einen Brunnen in der Nähe. Und so plantschten die Jüngsten vergnügt bei sommerlichen Temperaturen im Wasser.Die Erwachsenen frönten dem Kaffee und Kuchen, begutachteten die Käsesorten aus Untereschenbach oder verkosteten den Quittenwein- oder -saft des Mustea-Teams von Marius Wittur aus Untereisenheim, der sogar über einen Quitten-Lehrpfad verfügt.

Für die musikalische Unterhaltung sorgten "George" Uebel und Melvin Beck.

Eine Delikatesse, nämlich frischen, handgeschleuderten Honig aus eigener Produktion, hielt Michaela Seufert aus Untereschenbach parat. Seit mehreren Jahren in dieser Sparte tätig, besitzt das Ehepaar Seufert 30 Bienenvölker und vermarktet Honig und weitere Imkerei-Produkte wie Propolis und Honig-Körperpflegemittel aus eigenem Bestand.

Auch Bürgermeister Armin Warmuth weilte mit seiner Familie am Vormittag bei der Premiere. Die Freude über die Belebung des Viehmarkts stand ihm ins Gesicht geschrieben. Ein Gastronomie-Betrieb bemüht sich derzeit um die Platz-Bewirtschaftung. Er hat einen Antrag bei der Stadt gestellt, der an das Landratsamt weitergeleitet wurde. Gefragt nach einer Einschätzung, antwortete Warmuth: "Die Chancen dafür stehen gut". Ein positives Echo kam auch aus den Reihen der Marktbeschicker. Sie lobten die Idee und die Nutzung des Viehmarkts für diesen Zweck. Die Aussage: "Da kann man noch mehr draus machen" lässt hoffen, dass hier ein zweites Markt-"Kleinzentrum" nebst Bewirtung entsteht.


Quelle: http://www.mainpost.de/regional/bad-kissingen/Am-Viehmarkt-kehrt-Leben-ein;art770,9606897



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